· 

Badisch by Nature: Fächer-Becher für die Umwelt

In Deutschland werden jährlich drei Milliarden Einweg-Becher verbraucht, das sind umgerechnet 342.000 Becher pro Stunde. In Zeiten, in denen wir alle gefordert sind, über Müllvermeidungskonzepte nachzudenken, scheinen auch hier unbedingte Maßnahmen erforderlich. Die Stadt Karlsruhe, die sich das Motto "Grüne Stadt" groß auf die Fahnen geschrieben hat, geht hier mit einem neuen Produkt mit gutem Beispiel voran: dem neuen Fächer-Becher, der im Rahmen einer Pressekonferenz auf dem DAS FEST-Areal am heutigen Nachmittag vorgestellt wurde. Der Ort ist Bestens gewählt, denn zeichnet sich DAS FEST schon seit langem dadurch aus, dass es sich mit Umweltthemen auseinandersetzt. So wurden schon in den letzten Jahren die anfallenden Müllmengen um 50 Prozent reduziert, durch ausgeklügelte Beleuchtungskonzepte wurde der Stromverbrauch stark verringert, die Merchandising-T-Shirts sind aus 100 Prozent Organic Cutton und dass man die Anreise auf Mount Klotz mit dem Fahrrad oder mit Öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen sollte, ist schon beinahe selbstverständlich.

 

"Wir wollen nachhaltig feiern und das gelingt uns hervorragend", betont DAS FEST-Macher Martin Wacker. Und so fügt sich der Fächer-Bächer als neues Produkt perfekt in die Festivalproduktfamilie ein. Natürlich auch darüber hinaus, denn kann der Porzellan-Becher nicht nur an allen Kaffee-Ständen auf dem Vor-FEST erworben werden. Er ist auch in rund 20 Cafés und Bäckereien in der ganzen Stadt erhältlich, rund 40 weitere sind als Refill-Partner mit dabei. Und sicher scheint, dass in den kommenden Tagen und Wochen noch weitere hinzu kommen werden, die durch Aufkleber und Plakate als Ausgabe- und Auffüll-Stellen deutlich erkennbar sind. Eine Liste gibt es übrigens auf der offiziellen Fächer-Becher-Website.

Praktisch, umweltschonend und in ansprechendem Design

Der Clou beim Fächer-Becher: Im Kaufpreis ist die erste Füllung bereits inbegriffen, bei einem Refill sparen die stolzen Besitzer des flott designten Trinkgefäßes mit Schloss und den obligatorischen Fächerstrahlen zwischen 20 und 30 Cents. Den Kaufpreis ist nach 24 Füllungen also quasi schon wieder drin.

Und als hochwertiges Accessoire überzeugt der Fächer-Becher ebenfalls. Dank seiner klaren, unaufdringlichen Formensprache ist der Becher mit Schloss und Fächergrundriss sofort als echter Karlsruher zu erkennen. Und natürlich ist er langlebig, spülmaschinenfest und dank des verwendeten Materials absolut hygienisch. Im Gegensatz zu Plastik- oder bedruckten Papp-Bechern können sich zudem keine Chemikalien oder Druckfarben ablösen und in das Getränk gelangen. Mit dem passenden Deckel ist der Fächer-Becher zudem dicht verschließbar.

 

Dass auch noch ein psychologischer Effekt hinzu kommt, ist quasi das I-Tüpfelchen des Projekts: Denn akzeptieren die Karlsruher Verkaufs- und Refill-Stationen auch andere Bechertypen, sodass immer mehr Menschen dazu angeregt werden sollen, umweltbewusster zu denken und zu handeln und damit eben auch Geld zu sparen.

Freuen sich über den Fächer-Becher: Siegfried Hatz von der Bäckerei Hatz, DAS FEST-Chef Martin Wacker, Umweltbürgermeister Klaus Stapf, Jochen Knorp von Bäko sowie Lukas Bauer und Nicolas Ludwig von Enactus (Bild: Oliver Langewitz)
Freuen sich über den Fächer-Becher: Siegfried Hatz von der Bäckerei Hatz, DAS FEST-Chef Martin Wacker, Umweltbürgermeister Klaus Stapf, Jochen Knorp von Bäko sowie Lukas Bauer und Nicolas Ludwig von Enactus (Bild: Oliver Langewitz)

Insgesamt 5.000 Becher wurden in der ersten Auflage produziert. Zurück geht die Idee auf einen Antrag der Grünen-Fraktion im Karlsruher Gemeinderat, das Resultat war die Erkenntnis: "Karlsruhe braucht einen Mehrweg-Becher!", erinnert sich Umweltbürgermeister Klaus Stapf. Von der Idee bis zur Umsetzung mussten noch viele Fragen geklärt werden, von der Materialbeschaffenheit, über die Gestaltung bis hin zur Logistik des Verkaufs über so viele unterschiedliche Vertriebsstellen. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: ein Genuss-Becher für alle Umweltfreunde.

 

"Kann man aus dem Becher eigentlich auch Tee trinken?" Die nicht ganz ernst gemeinte Frage des Wortflüsterers (eben ausschließlicher und leidenschaftlicher Genießer dieses irgendwie auch zu den morgen startenden India Summer Days passenden Heißgetränks) an KME-Marketingleiter Markus Pommerening antwortet dieser dennoch pflichtbewusst: "Auf jeden Fall!" Dann steht dem mobilen, umweltfreundlichen Konsum dieses Getränks auch für den Wortflüsterer künftig nichts mehr im Wege!