Neues vom Wortflüsterer


Psssst! Der Wortflüsterer hat Ihnen etwas zu erzählen. In seinem Blog berichtet er über Film und Medien, Lifestylethemen, Gesellschaft und andere Dinge.

Do

23

Feb

2017

Die Vergangenheit auf Super8

Es ist heutigen jungen Menschen sicherlich nur schwerlich vermittelbar, wie aufwendig vor gar nicht allzu langer Zeit es noch war, Ereignisse filmisch festzuhalten. Heute wird schnell mal das Smartphone gezückt und drauf gehalten, mit wenigen Klicks ist das Gefilmte auch schon im Internet verewigt. Natürlich in bester Bild- und Ton-Qualität. Private Filmaufnahmen vor 30, 40 oder sogar 50 Jahren waren noch etwas ganz besonderes, denn gab es zur damaligen Zeit nur wenige Filmtechnologien für den privaten, kleinen Geldbeutel, der im Vergleich zu heute aber immer noch stark strapaziert wurde. Denn allzu günstig war es nicht, das Super8-Material. Zeitintensiv allemal und immer eine Zitterpartie.

 

Denn wusste man als Schmalfilmer nie so ganz genau, ob ein Film auch tatsächlich etwas geworden ist. Man filmte einfach die 15 Meter, also 3 Minuten Film insgesamt, durch, holte die Kassette vorsichtig aus der Kamera und sendete diese ins Kopierwerk, aus dem der entwickelte Film dann nach einigen bangen Wochen dann nach Hause geschickt wurde. 

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Mi

11

Jan

2017

Lernen mit der Cloud: Interview mit dem amerikanischen Zukunftsforscher Elliott Masie

Futurist, Analyst und Speaker Elliott Masie
Futurist, Analyst und Speaker Elliott Masie

Der Kongress der kommenden LEARNTEC (24. bis 26. Januar 2017) widmet sich dem Thema „Zukunft Lernen: Lernwelten neu denken“ und vermittelt an drei Tagen zum mittlerweile 25. Mal geballtes, praxisnahes Wissen. Insgesamt werden auf der LEARNTEC 2017 mehr als 120 Referenten in Vorträgen und Workshops ihr Wissen mit dem Fachpublikum teilen und zeigen, wie sich der Wandel hin zu einer digitalen Lernkultur gestaltet. Ein besonderes Highlight des Kongresses bildet die Keynote „Learning Trends, Shifts & Disrupters!“ des amerikanischen Zukunftsforschers Elliott Masie am ersten Messetag. Wenn er mit seinen Visionen Recht behält, stehen wir bald ganz selbstverständlich auf digitaler Ebene weltweit mit genau den richtigen Ansprechpartnern in Kontakt, die uns bei Problemen unterstützen können. 

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Do

15

Dez

2016

A NEW DOPE: Warum wir uns alle Star Wars Spin-offs ansehen werden

© The Walt Disney Company Germany GmbH
© The Walt Disney Company Germany GmbH

Wie kann man einen Film bezeichnen, der zwischen den Prequels und den Sequels einer Reihe liegt? Im Star Wars-Universum ist das leicht: "A STAR WARS STORY" prangt es vom Plakat des neuen Films ROGUE ONE, ein Label, das dann in der eigentlichen Produktion genauso zu vermissen ist wie die erwartete und obligatorische Laufschrift zu Beginn des Films. Diese aber Fehlanzeige. Nun könnte argumentiert werden: Ja, aber die Vorgeschichte sei doch bekannt. Wagt man indes einen Blick in das vielfältige Merchandising-Imperium von Star Wars, so gelingt es für das kürzeste Buch und das dünnste Comic, eben einen entsprechenden Kontext herzustellen, um Handlungsstränge oder Charaktere einzuführen und zu zeigen, wo man sich im Zeitstrang des SW-Universums gerade befindet. Und ein solcher Kontext würde sich durchaus anbieten, denn werden wir eingeführt in die Geschichte von Jyn Erso (Felicity Jones), deren Vater Galen Erso (Mads Mikkelsen), ein imperialer Wissenschaftler ist, der die ultimative Waffe federführend verantwortet: den Todesstern.

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Fr

25

Nov

2016

Zurück in die Zukunft: Zeitreisesatire TIMELESS feiert Weltpremiere

Regisseur Alexander Tuschinski bespricht mit Helmut Berger die nächste Szene.
Regisseur Alexander Tuschinski bespricht mit Helmut Berger die nächste Szene. (Foto: Matthias Kirste)

Was wäre, wenn man von jetzt auf nachher aus seinem aktuellen Lebensumfeld gerissen würde in eine fremde Umgebung? Und nicht nur dies: was wäre, wenn man hierbei auch die Dekaden durchwandern und in eine andere Zeit gelangen würde? Wer würde sich hier zurecht finden? Andere Sitten, andere Werte, andere Medien, alles schnelllebiger, irritierend und abstoßend? Der neue Langfilm des Stuttgarter Filmemachers Alexander Tuschinski, TIMELESS, wagt hier einen spannenden Versuch, in allen möglichen Filmwelten eine solche zu erdenken, in der viele Ängste, die uns heute auch in der Realität beschäftigen, in eine greifbare reale Gefahr zu verwandeln, die uns vermitteln soll, dass wir vielleicht gar nicht allzu weit von einer solchen Welt entfernt sind.

 

Ein spannendes Underground-Werk, Low-Budget produziert, das nicht nur verschiedene mediale Ebenen miteinander raffiniert verschmilzt, sondern sich auch konfrontativ mit der Frage auseinander setzt, was passieren könnte, wenn die bösen Mächte unserer Welt die Massen manipulieren und gleichzuschalten drohen. Das klingt doch gar nicht so fern von so manchen Entwicklungen, wie sie in der heutigen postfaktisch geprägten Medienwelt zu beobachten sind und die Meinungen leider doch so vieler Menschen dominieren.

 

TIMELESS feiert am kommenden Sonntag, 27. November, seine Weltpremiere beim Paris Independent Film Festival. Die Produktion, in der auch Schauspielergrößen wie Helmut Berger (LUDWIG II, DIE VERDAMMTEN), Harry Lennix (DOLLHOUSE, THE BLACKLIST), Zachi Noy (EIS AM STIEL), Rick Shapiro (LATE NIGHT WITH CONAN O´BRIEN) oder Angus Macfadyen (BRAVEHEART, EQUILIBRIUM) mitwirken, wurde auch vom Filmboard Karlsruhe unterstützt. So fand ein Teil der Dreharbeiten auch in Karlsruhe statt und einige Rollen konnten so auch mit Schauspielern aus der Region besetzt werden.

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Mi

23

Nov

2016

Seelenstriptease im Parkhotel

Die Schauspieler kommen bei "Wellness für Paare" ganz schön ins Schwitzen.
Die Schauspieler kommen bei "Wellness für Paare" ganz schön ins Schwitzen. (Bildnachweis: WDR/Bernd Spauke, Georges Pauly)

Die Idee ist einfach und produktionstechnisch genial: man mietet ein Wasserschlösschen, packt eine hochkarätige deutsche Schauspielerelite  mit knapp zwei Dutzend Kameraleuten zusammen, die parallel die Szenen abdrehen und schon erhält man an zwei (beziehungsweise 1,5) Drehtagen genügend Material für einen abendfüllenden Spielfilm. Nicht zum ersten Mal baut Regisseur, Autor und - von Haus aus eigentlich selbst - Schauspieler Jan Georg Schütte auf dieses Konzept des Low-Budget-Improfilms im Auftrag des WDRs. Auch schon bei seiner preisgekrönten Beziehungskomödie "Altersglühen - Speed Dating für Senioren" agierten die Schauspieler ohne ausgearbeitetes Drehbuch lediglich auf der Basis von Figur- und Paarprofilen. 

 

"Wellness für Paare" ist eine erfrischende, kurzweilige Komödie mit einer - zugegebener Maßen nicht neuen - Filmidee,  denken wir an Filme wie "Shoppen" (Regie: Ralf Westhoff) oder Doris Dörris "Nackt" aus dem Jahr 2002, bei denen es um die Konfrontation im ersten Fall möglicherweise künftiger oder im zweiten Fall langjähriger Paare geht. Die Besonderheit ist das Vertrauen auf das Improvisationstalent der Schauspieler. Nimmt man die Publikumsstimmung der gestrigen Vorführung im Rahmen des Fernsehfilmfestivals Baden-Baden als Maßstab, geht der Ansatz auf, denn selten war die Stimmung bei den Filmen des Festivals so gelöst und fröhlich wie bei Schüttes Film.

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